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Tipps für Junghennen

Ankunft der Tiere

Mit dem Kauf unserer Junghennen gelangen wertvolle Tiere in Ihren Besitz. Die Tiere kommen aus ihrer gewohnten Umgebung in einen vollkommen neuen Stall, was im ersten Moment Stress für sie bedeutet. In dieser Umgewöhnungsphase muss sich das Geflügel erst mit den geänderten Umwelteinflüsse vertraut machen. Um den Hühnern den Start zu erleichtern, haben wir eine kleine Checkliste für Sie zusammengefasst

Vor der Ankunft:

  • Reinigen Sie den Stall
  • Desinfizieren Sie den Stall (chemisch oder z.B. mit Kalk)
  • Halten Sie ein paar Wochen Stallruhe
  • Kontrollieren Sie den Stall nach Parasiten und Schadnager
  • Kontrollieren Sie den Stall und den Auslauf nach möglichen Schlupflöchern für Raubtiere

Bei der Ankunft:

  • Sauberes Wasser steht bereit
  • Legefutter (nur Legefutter!!) steht den Hühnern ausreichend bereit
  • Licht ist eingeschalten (wenn die Hühner erst am Abend in den Stall kommen)

In den ersten Tagen:

  • Lassen Sie die Hühner in den ersten Tagen den Stall kennenlernen (ohne Auslauf im Freien)
  • Vermeiden Sie Unruhe (z.B. der Hund möchte mit den Hühnern "spielen")
  • Wenn möglich, mischen Sie nicht "Althennen" mit den Junghennen
  • Gewinnen Sie das Zutrauen der Hennen (ruhige Bewegungen, ähnliche Kleidung, Zeit verbringen im Stall)
  • Keine Futterexperimente, legereife Junghennen brauchen Legefutter

 

Anforderungen an den Hühnerstall

Stall: sauber, trocken, frei von Ungeziefer, warm
Luft: keine Zugluft - trotzdem guter Luftaustausch über Fenster oder Lüftungsklappen
Licht: Natürliches Licht erwünscht, grelles Licht vermeiden, künstliche Belechtung mit Zeitschaltuhr (im Winter!)
Boden: befestigter (d.h. gut zu reinigender) Boden

 

Haltungsempfehlungen 

Futter

Unsere Hennen sind HOCHLEISTUNGSSPORTLERINNEN, die pro Jahr ein mehrfaches ihres eigenen Körpergewichtes an Eimasse legen können. Daher ist es sehr wichtig, den Hennen auch durch die Fütterung ihr Potential auschöpfen zu lassen!
Wenn im Futter nicht die erforderlichen Inhaltsstoffe enthalten sind, legen die Hühner weniger oder stellen das Legen sogar ein!
Ein Legehennenfutter sollte circa folgende Inhaltsstoffe im passenden Verhältnis enthalten:

17 % Eiweiß
11 MJ/kg (Energie)
3,5% Kalzium
0,7% Phosphor
0,15% Natrium
0,15% Kalium
sowie Spurelelemente und Vitamine

Es ist NICHT möglich, diese Futterzusammensetzung ausschließlich aus Mais, Weizen, Gerste, Kartoffeln oder Abfällen aus der Küche selbst herzustellen. Wir empfehlen daher zwei Varianten:

  1. Fütterung mit Legehennenalleinfuttermittel (z.B. Garant LegeKorn - ca. 120 g/d)
  2. Fütterung von eigenem Getreide mit einem konzentriertem Ergänzungsfutter (z.B. Garant Lege Kombi)

Zusätzlich zum normalen Futter, empfehlen wir den Hühnern Muschelgrit (Austernschalen) und Magensteinchen (z.B. 3-4mm grober Kies) zur Verfügung zu stellen.

Licht

Die Urahnen unserer heutigen Hühner begannen mit dem Legen stets im Frühjahr. Der länger werdende Tag stimulierte die Hormonproduktion zum Eierlegen (langer Tag = Sommer = Wärme = Erfolg bei der Kükenaufzucht) . Dies gilt auch noch für die "modernen" Hühner oder Legerassen.
Zur Aufrechterhaltung der erwünschten Legetätigkeit, brauchen Hennen durschnittlich mindestens 14 Stunden Licht. Bekommen die Hennen weniger Licht (z.B. durch den kürzer werdenden Tag im Winter), passiert genau das Gegenteil wie im Frühjahr. Die Hühner stellen das Legen ein und gehen in die Mauser.

Wenn die Hennen im Juni oder Juli zu legen begonnen haben (d.h. mit 15 - 17h Licht), muss diese Tageslänge aufrecht erhalten werden. Sie müssen im Herbst und Winter die fehlende Tageslänge mit Hilfe von künstlichem Licht (z.B. einer Lampe mit Zeitschaltuhr) den Hühnern zur Verfügung stellen.

Die Lichstärke im Stall sollte angepasst sein. Zu starkes Licht (z.B. direkt einfallendes Sonnenlicht durch ein Fenster) kann zu Unruhe und Federnpicken führen.

Wasser

Hühner brauchen sauberes und frisches Trinkwasser zur freien Verfügung. Bitte beachten Sie, dass sich in den Wasserbehältnissen im Laufe der Zeit ein unerwünschter Biofilm bildet (schleimige Schicht an den Oberflächen). Diese sind daher täglich zu reinigen.

Wir empfehen Ihnen gelegentlich Vitamine (z.B. AD3CE Vitaminpräparat - auf für Kühe und Schweine einsetzbar) und/oder Obstessig (0,1 lt/100lt) zu verabreichen. Die Vitaminpräparate sind normalerweise im Lagerhaus oder bei Ihrem Tierarzt erhältlich.

 

Masthühner

Die meisten Empfehlungen für Junghennen gelten auch für unsere Masthühner. Die großen Unterschiede für Sie sind, dass unsere Masthühner enorm an Gewicht zulegen und Sie die Masthühner als Küken bekommen.

Temperatur

Hühnerküken benötigen viel Wärme. Bei der Ankunft der Küken muss es im Stall (d.h. unter der Wärmelampe am Boden) 32-35° Celsius haben. Je trockener die Luft im Stall, desto höher muss die Temperatur sein. Die richtige Temperatur können Sie am Verhalten der Küken ablesen. Drängen sich die Küken unter der Lampe zusammen, ist es zu kalt. Drängen sich die Küken an die Wand (d.h. weit weg von der Lampe) ist es zu warm. Die Küken sollten sich aufgelockert um die Lampe aufhalten. Kontrollieren Sie auch zusätzlich die Füße der Küken. Sind diese kalt, ist es auch im Stall und/oder am Boden zu kalt.

Nach und nach müssen Sie die Temperatur absenken, bis Sie nach circa 4 Wochen 21° Celsius erreichen. Dies ist die optimale Temperatur für die Mast. Im Sommer wird die Temperatur im Stall höher sein. Achten Sie daher auf ausreichende Luftbewegung und genügend Wasser für die Masthühner. Im Winter können die Temperaturen auch niedriger sein (ab 4 Wochen). Die Hühner brauchen dann etwas mehr Futter.

Einstreu

Die Einstreu hat zwei wesentliche Aufgaben. Sie isoliert die Küken gegenüber dem kälteren Boden, nimmt Feuchtigkeit auf und hält vor allem die Masthühner trocken. Als Einstreumaterialien können Sie zum Beispiel gehächseltes Stroh, Hobelspäne oder gehächselte Maisspindeln verwenden. Achten Sie darauf, dass die Einstreu nicht zu nass wird (z.B. um die Wassertränken, bei hohem Besatz) und frei von Schimmelbefall ist. Eine schlechte Einstreu kann zu Durchfallproblemen, Beinproblemen, verminderten Zunahmen und Krankheiten führen.

Futter

Zu Beginn der Mast brauchen die Küken ein Futter mit einem hohen Eiweiß und Energieinhalt. Es sollte unbedingt das handelsübliche Mastfutter für Küken (z.B. Kükenmastkorn, Alpenkorn Geflügelmast BIO) gegeben werden. Im späteren Verlauf kann auch eigenes Futter zur Verwendung kommen.

Das Futter sollte den Hühnern ad libitum zur Verfügung stehen.

In einigen Futtermitteln können auch Kozidiosemittel enthalten sein. Bitte füttern Sie dieses Futter nicht an Wassergeflügel oder an andere alternative Geflügelrassen (Perlhühner, Wachteln). Die verschiedenen Rassen haben eine hohe Empfindlichkeit gegenüber diesen Mitteln!

 

Puten

Puten haben im wesentlichen die selben allgemeinen Ansprüche wie Masthühner. Putenküken stellen noch höhere Anprüche an die Umgebung als Mastküken. Kleine Fehler in der Aufzucht wirken sich bei Puten, durch die längere Mastdauer, stärker aus als bei Masthühnern. Daher bekommen Sie die Puten von uns voraufgezogen (im Alter von 4-6Wochen).

Einstreu

Puten stellen höhere Ansprüche an die Einstreu als Masthühner. Durch das enorme Gewicht (Hähne können weit über 20 kg Lebendgewicht bekommen) treten bei den Puten oft Probleme mit den Füßen auf (vor allem Fußballen). Sie müssen immer darauf achten, dass die Einstreu im Stall trocken und locker bleibt. Größere, vernässte Stellen (z.B. bei den Wassertränken) sind regelmäßig zu entfernen oder gut nachzustreuen. Als Einstreumaterial empfehlen wir gehächseltest Stroh oder Hobelspäne.

Eine trockene Einstreu ist auch sehr wichtig für die Gesundheit der Tiere. Nasse Einstreu ist die Heimat vieler unerwünschter Krankheiten (wie zum Beispiel Kokkzidiose, E-coli,...).

 

Wassergeflügel

Wasser

Wassergeflügel braucht, wie der Name schon sagt, ausreichend Wasser. Laut Gesetz ist der alleinige Einsatz von Nippeltränken nicht erlaubt. Wassergeflügel braucht die Möglichkeit, die Nasenöffnungen zu spülen. Bewährt hat sich für die Wasserversorgung ein liegendes Kunststoffrohr, an dem an der oberen Seite Schlitze angebracht sind. Die Enten oder Gänse können daraus gut trinken. Für Enten- oder Gänseküken sind Rundtränken gut geeignet.

Achtung: Enten- und Gänseküken können sich selbst nicht einfetten. In der Natur übernimmt dies die Mutter. Daher lassen Sie die Küken erst nach vollständiger Befiederung (Küken haben einen Flaum) ins Wasser! Achten Sie auch darauf, dass die Küken nicht übermäßig nass werden (z.B. das Baden in einer Wasserschale)

Ein Teich im Auslauf wird von den Tieren gerne angenommen, ist aber nicht notwendig! Lassen Sie erst voll befiederte Tiere in den Teich (keine Küken ohne Mutter)! Achten Sie darauf, dass das Wasser im Teich von den Tieren nicht all zu sehr verschmutzt wird. Dies kann zu unerwünschten Krankheiten führen.

Haltung

Für die Haltung von Gänsen- oder Enten gelten im Wesentlichen die gleichen Voraussetzungen wie für Mastgeflügel. Gänse und Enten danken Ihnen die Weidehaltung. Für eine ausgewachsene Gans sollten Sie mindestens 100 m² Weide einplanen. Beginnen Sie mit der Auslaufhaltung erst nach einigen Wochen. Gänse- und Entenküken sind ein "gefundenes Fressen" für Katzen, Hunde, Krähen und jedes andere Raubzeug.

Wenn Sie Ihren Kindern und den Küken eine Freude machen wollen, lassen Sie Ihre Kinder die Küken mit Löwenzahnblättern füttern.

Bitte halten Sie Wassergeflügel und Hühner nicht gemeinsam!

Futter

Enten- und Gänse vertragen kein konventionelles Hühnerfutter, in dem Stoffe gegen Kokzidiose enthalten sind. Im Zweifel nehmen Sie ein Endmastfutter für Hühner - dieses Futter ist laut Gesetz frei von diesen Stoffen.