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Hausmittel

Die Gesundheit der Tiere ist die Grundvoraussetzung für eine gute Leistung und der Freude an der Geflügelhaltung. Wir haben von unseren Kundschaften, Kollegen und anderen Quellen ein paar Alternative "Hausmittel" für die Geflügelhaltung zusammengetragen.

 

 Geröstete Haferkörner

Leiden Hühner kurzfristig an Durchfall, kann man angestampfte Fichtenzweige mit lauwarmem Wasser übergießen und beides zusammen über Nacht stehen lassen. Am Morgen abseihen und tagsüber als Tränke reichen. Fressen die Eierproduzenten jedoch zu viele Würmer und reagieren sie in Folge mit Durchfall, kann man ihnen geröstete und pulverisierte Haferkörner und ebensolche Baldrianwurzeln unters Futter mischen.(â“’ Prior Benedikt Felsinger, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya)

Bierhefe

Bierhefe fördert das Wachstum, enthält wichtige Mineralien und stärkt das Immunsystem. 1 Teelöffel Bierhefe unter das Futter mischen. Außerdem ist Bierhefe eine wertvolle Proteinquelle.

 

Eiche (Quercus robur bzw. ubescens)

Für die Verwendung in der Tierhaltung ist die Rinde der Zweige und dünnen Äste geeignet. Im Frühjahr sollen sie geschält und schnell getrocknet werden. Eichenrinde hilft bei akuten Durchfallerkrankungen, Schleimhautentzündungen und äußerlich bei Wunden und Geschwüren. Die Eichenrinde wird in Form von Abkochungen (1 Teil Eichenrinde + 10 Teile Wasser 20 Minuten gekocht, oder als Pulver verwendet. Die empfohlene Tagesdosis beträgt 0,2 – 1g Eichenrinde pro Tag und Henne. Ein Teelöffel Eichenrinde entspricht circa 3g. Bei großen Überdosierungen kann es zu Verdauungsbeschwerden kommen bzw. die Aufnahme von Nährstoffen und Medikamenten verhindert werden.

 

Echte Kamille (Matricaria recutia)

Die Kamille wird bei Vedauungsstörungen, Koliken und Entzündungen, aber auch für die Entleerung des Kropfes eingesetzt. Sie wird in Form von Aufgüssen verwendet (1 Teil Kamille + 20 Teile Wasser). Die Anwendungsempfehlung sind 0,1 – 0,2g Kamille pro Henne und Tag. Ein Teelöffel Kamille entspricht etwa 1g. Besonders bei der Entleerung des Kropfes soll man reichlich Kamillentee einflößen.

Fichtenwipfel

Leiden Hühner kurzfristig an Durchfall, kann man angestampfte Fichtenzweige mit lauwarmen Wasser übergießen und beides zusammen über Nacht stehen lassen. Am Morgen abseihen und tagsüber als Tränke reichen.

Hausmittel sind eine gute Unterstützung für die Tiergesundheit. Sie ersetzen aber nicht die notwendigen Anforderung an eine ausgewogene Fütterung, Hygiene und Stallklima. Sollten Ihre Hühner starke Krankheitsanzeichen haben, konsultieren Sie Ihren Tierarzt.

 

Oregano (Origanum vulgare)

 Oregano ist ein sehr häufig eingesetztes biologisches „Antibiotikum“. Er hat eine stark bakterizide und fungizide Eigenschaften. In biologischen Betrieben wird er zu Behandlung und Vorbeuge gegen pathogene Darmbakterien einsetzbar. Oregano kann frisch, getrocknet oder im Futter oder in Form von Oreganoöl über das Wasser verabreicht werden. Er hat auch eine appetitanregende Wirkung.

 

 Pfefferminze (Mentha piperita)

 

Die Pfefferminze hat eine unterstützende Wirkung bei Verdauungsstörungen, Magenschleimhautentzündungen und Beschwerden der Gallenblase. Es lindert Appetitlosigkeit, Koliken, Wurmbefall und hat eine beruhigende Wirkung. Die Minze wird in Form von Aufgüssen verabreicht. Auch bei einer Futterumstellung ist die Minze ein wertvoller Futterzusatz. Empfohlene Aufwandmenge 0,2-0,5g pro Huhn und Tag. Ein Teelöffel zerkleinerter Pfefferminze entspricht circa 0,6g.

 

Wacholderbeeren (Juniperus communis)

 

Durch viele ätherische Öle, Invertzucker, Gerbstoffe und Flavonoide haben Waholderbeeren eine verdauungsfördernde Wirkung (Anregung der Darmperistaltik). Weiters wirken sie appetitanregend. Die Anwendungsempfehlung liegt bei 0,4g Wacholderbeeren pro Tag und Tier. Ein Teelöffel frisch gequetschter Wacholderbeeren entspricht circa 3g. Wacholder bitte nicht überdosieren und maximal 6 Wochen anwenden.

 

Apfelessig

Apfelessig ist ein bewährtes Hausmittel. Er ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, organischen Säuren und Enzymen. Apfelessig hilft bei der Verdauung, stärkt das Immunsystem und kurbelt den Stoffwechsel an. Weiters vermindert die Zugabe von Apfelessig die Bildung von unerwünschten Keimen im Trinkwasser. Wenn Sie ein Nippelsystem haben sollten sie den Einsatz durch die Bildung von Essigmutter unterlassen. Wir empfehlen für 3 bis 4 Tage circa 2 Prozent Apfelessig in das Trinkwasser zu geben.

 

Wiesenschafgarbe (Achillea millfolium)

 Die Schafgarbe wird unterstützend bei Apetitlosigkeit und Verdauungsstörungen eingesetzt. Sie wirkt u.a. appetitanregend, verdauungsfördernd und antibakteriell. Sie kann in Form von Pulvern, frischem Saft oder Aufgüssen (1 Teil Schafgarbe – 10 Teile Wasser) verabreicht werden. Die empfohlene Dosis beträgt etwa 0,2 – 0,5g pro Tag und Henne. Ein Teelöffel zerkleinerter Schafgarbe enthält circa 1,5g.

 Saftherstellung: Schafgarbe in eine Schüssel geben, mit Wasser befeuchten. Drei Stunden warten und mit einem Mixer zerkleinern. Den Pflanzenbrei mit einem Tuch auspressen. Bitte den Saft immer nur ganz frisch verwenden.

 

Löwenzahn (Taraxacum officinale)

 Löwenzahn ist ein gutes Ergänzungsfutter. Er wirkt appetitanregend, hat hohen Vitamin und Mineralstoffgehalt und wird von den meisten Tieren sehr gerne gefressen. Zur Behandlung sollte die ganze Pflanze aus dem Boden gestochen werden, die Wurzel gespalten und an einem luftigen Ort getrocknet werden. Er wirkt Appetitanregend (Wurzel) und hat eine positive Wirkung auf den Verdauungs- und Harntrakt. Die empfohlene Dosis liegt bei 0,1 – 0,5g pro Tier und Tag.

 

 Knoblauch (Allium sativum)

 Knoblauch unterstützt den Verdauungs- und Atmungstrakt und hat eine positive Wirkung auf das Kreislaufsystem. Er wirkt u.a. antibakteriell, antiviral und hilft auch bei Wurmbefall. Knoblauch kann in Form von frischen Knoblauchsaft oder Knoblauchtinktur ins Trinkwasser gegeben werden. Die empfohlene Dosis liegt bei 3x täglich 2-4 Tropfen pro 10 kg Körpergewicht. Man kann auch eine Knoblauchzehe zerdrücken und in Öl ansetzen. Der Auszug kann mit Futter vermischt werden. Bei der Verfütterung von sehr hohen Dosen (5g/kg Körpergewicht) kann es zu Komplikationen kommen.Tipp: 4g frischer Knoblauch entsprechen 0,9g Knoblauchpulver bzw. 8mg Knoblauchöl

 

 

 

Thymian (Thymus vulgaris)

 Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnissen hat Thymian eine unterstützende Wirkung bei Atemwegsentzündungen und Entzündungen der Magenschleimhaut. Er wirkt u.a. antibakteriell, insektizid und dadurch können Verdauungsstörungen und Würmer bekämpft und die Fresslust gesteigert werden. Thymian kann direkt als Kraut oder in Form von Aufgüssen verwendet werden. Die Dosis liegt bei circa 0,01 – 0,3g Thymiankraut pro Henne und Tag. Ein Teelöffel entspricht etwas 1,4g Thymian.